Zirkelschlag

Ratgeber / Präsentationen & mündliche Prüfungen

Präsentation in der Schule: Aufbau in 5 Teilen

Entwurf · noch nicht geprüftStand 23.10.2026

Eine gute Präsentation hat fünf Teile: Einstieg, Überblick, Hauptteil, Schluss und Fragen. Der Einstieg weckt Interesse, der Überblick zeigt den Weg, der Hauptteil beantwortet eine Leitfrage, der Schluss fasst die Antwort in einem Satz zusammen. Den Hauptteil baust du zuerst, Einstieg und Schluss zuletzt.

Die 5 Teile

  1. Einstieg

    Eine Frage, ein überraschendes Bild, ein kurzes Experiment, ein Alltagsbezug. Kein „Ich halte heute ein Referat über …“. Dazu deine Leitfrage – die eine Frage, die dein Vortrag beantwortet.

  2. Überblick

    In zwei Sätzen: Was kommt in welcher Reihenfolge? Wer weiß, wohin es geht, hört länger zu.

  3. Hauptteil

    Drei, höchstens vier Abschnitte, jeder mit einem Kerngedanken. Vom Bekannten zum Neuen, vom Beispiel zur Regel. Zwischen den Abschnitten eine Brücke: „Damit wissen wir … Jetzt die Frage: …“

  4. Schluss

    Die Antwort auf die Leitfrage in einem Satz, dazu eine Bewertung oder ein Ausblick. Keine neuen Inhalte mehr.

  5. Fragen

    Rechne mit Fragen und bereite zwei, drei Antworten vor. Eine Folie in Reserve mit Details, die nicht in den Vortrag gepasst haben, hilft.

Was eine Prüfungskommission sehen will

Die hessische Oberstufenverordnung nennt für die Präsentationsprüfung im Abitur ausdrücklich das Kriterium „Strukturierung“: Problembeschreibung, gegliederte Darstellung, Lösungen, Bewertungen, zusammenfassender Schluss (§ 37 Abs. 3 OAVO). Das ist genau dieser Aufbau. Für eine normale Präsentation im Unterricht ist es eine gute Orientierung; was deine Lehrkraft bewertet – frag deine Schule. Wie die Prüfung abläuft: Präsentationsprüfung in Hessen und NRW.

Der typische Fehler

Alles erzählen, was man weiß. Die Präsentation wird lang, die Zeit reicht nicht, und der Schluss fällt weg – also genau der Teil, den sich alle merken. Streich lieber einen Abschnitt im Hauptteil. Den Schluss nie.

Beispiel: 10 Minuten zur Monte-Carlo-Methode

TeilZeitInhalt
Einstieg1 Min.„Kann man π mit Zufall bestimmen?“ Leitfrage: Wie genau wird π mit Zufallspunkten?
Überblick1 Min.Idee – Simulation – Ergebnis – Bewertung
Hauptteil6 Min.Viertelkreis im Quadrat; Simulation mit 100, 1.000, 10.000 Punkten; Streuung der Ergebnisse
Schluss1,5 Min.Antwort in einem Satz, Grenzen der Methode, Vergleich mit Archimedes
Fragen0,5 Min. + GesprächReservefolie: Tabelle aller Durchläufe

Wie die Folien dazu aussehen: Folien, die nicht langweilen. Wie du sie ohne Ablesen vorträgst: Frei sprechen statt ablesen.

Wenn deine Präsentation ein Mathe-Thema hat: Zirkelschlag erklärt Mathe von Klasse 4 bis 13 Schritt für Schritt – Verstehen, Planen, Rechnen, Prüfen.

Kurz gefragt

Wie viele Folien brauche ich für 10 Minuten?

Es gibt keine feste Zahl. Wichtiger ist, dass jede Folie einen Gedanken trägt – mehr dazu im Artikel über Folien.

Darf ich mit einer Frage ans Publikum anfangen?

Ja, wenn du die Antwort im Vortrag auch lieferst. Eine Frage, die danach niemand mehr aufgreift, verpufft.

Quellen

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