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Gedichtanalyse: „Novemberbahnhof“
Mit Leitfragen · Klasse 9–11
Deutsch · Klasse 9–11 · 1 Blatt · 13 Aufgaben
Das Gedicht wurde für dieses Arbeitsblatt geschrieben. Es ist bewusst keiner Epoche zuzuordnen — es geht um das Verfahren, nicht um Vorwissen.
Novemberbahnhof
Die Uhr hängt über dem Gleis und geht,
und keiner sieht sie an.
Ein Koffer steht, wo er lange steht,
und niemand rührt ihn an.
Der Zug nach Westen ist angesagt,
der Zug nach Westen fällt aus.
Ein Mann hat jemanden etwas gefragt
und geht allein nach Haus.
Das Licht ist gelb, der Boden nass,
die Anzeige blinkt und schweigt.
Was hier verloren wird, verlässt
den Bahnhof nie, es bleibt.
Nur einmal, gegen Mitternacht,
wenn keine Türen gehn,
hat jemand in der Halle gelacht.
Ich habe ihn nicht gesehn.
und keiner sieht sie an.
Ein Koffer steht, wo er lange steht,
und niemand rührt ihn an.
Der Zug nach Westen ist angesagt,
der Zug nach Westen fällt aus.
Ein Mann hat jemanden etwas gefragt
und geht allein nach Haus.
Das Licht ist gelb, der Boden nass,
die Anzeige blinkt und schweigt.
Was hier verloren wird, verlässt
den Bahnhof nie, es bleibt.
Nur einmal, gegen Mitternacht,
wenn keine Türen gehn,
hat jemand in der Halle gelacht.
Ich habe ihn nicht gesehn.