Zirkelschlag

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Mendel: monohybrider Erbgang

Biologie · Klasse 9–10 · 6 Blätter · 75 Aufgaben
LehrplanHessen: Q1.3 Humangenetik

Alles, was man braucht, um einen monohybriden Erbgang aufzuschreiben und Wahrscheinlichkeiten für die Nachkommen abzulesen.

Worum es geht

Ein Merkmal, etwa die Samenfarbe der Erbse, wird von einem Gen bestimmt. Jedes Lebewesen trägt dieses Gen zweimal, eines von jedem Elternteil. Die Varianten eines Gens heißen Allele. Das dominante Allel schreibt man groß (G für gelb), das rezessive klein (g für grün). Das rezessive Merkmal zeigt sich nur, wenn beide Allele rezessiv sind. In jede Keimzelle gelangt nur eines der beiden Allele. Monohybrid heißt: Man betrachtet nur ein einziges Merkmal.

Begriffe und Regeln

BegriffBedeutungBeispiel (G gelb, g grün)
Genotypdie Allele, die ein Lebewesen trägtGg
Phänotypdas äußere Erscheinungsbildgelb
reinerbig (homozygot)zwei gleiche AlleleGG oder gg
mischerbig (heterozygot)zwei verschiedene AlleleGg — sieht gelb aus
Uniformitätsregelreinerbige Eltern, die sich in einem Merkmal unterscheiden: alle F1-Nachkommen sind gleichGG × gg → alle Gg, alle gelb
SpaltungsregelF1 × F1: in der F2 spalten die Merkmale in festem Verhältnis aufGg × Gg → 3 gelb : 1 grün
RückkreuzungKreuzung mit reinerbig rezessivem Partner zeigt den GenotypGg × gg → 1 gelb : 1 grün
intermediärer ErbgangMischerbige zeigen eine ZwischenformWunderblume: RR rot, RW rosa, WW weiß

Beispiel, Schritt für Schritt

Aufgabe: Erbse: gelbe Samenfarbe (G) ist dominant über grüne (g). Gekreuzt wird Gg × Gg. Welche Genotypen und Phänotypen entstehen, und mit welcher Wahrscheinlichkeit ist ein Nachkomme grün?
SchrittÜberlegungWarum
1 · Keimzellenjedes Elternteil bildet G und g, je zur Hälftein jede Keimzelle kommt nur ein Allel
2 · KombinierenGG, Gg, gG, gg — vier gleich wahrscheinliche Felderjede Keimzelle kann sich mit jeder treffen
3 · Genotypen1 GG : 2 Gg : 1 ggGg und gG sind derselbe Genotyp
4 · Phänotypen3 gelb : 1 grünGG und Gg sehen gelb aus, weil G dominant ist
5 · Wahrscheinlichkeitgrün: 1 von 4 Feldern = 25 %nur gg zeigt das rezessive Merkmal

Der typische Fehler

„3 : 1 heißt: Von vier Nachkommen sind genau drei gelb.“ Das Kreuzungsschema hat genau vier Felder, deshalb liegt dieser Schluss nahe. Jedes Feld ist aber eine Wahrscheinlichkeit, keine feste Zahl. Jeder Nachkomme ist mit 75 % gelb, unabhängig von seinen Geschwistern. Bei vier Erbsen können auch alle vier gelb sein. Erst bei vielen Nachkommen nähert sich das Verhältnis 3 : 1 — Mendel zählte 6022 gelbe und 2001 grüne Samen.

So prüfst du dein Ergebnis

Summen prüfen. Die Genotypen müssen zusammen 4 Felder ergeben, die Wahrscheinlichkeiten zusammen 100 %. Rezessiv prüfen: Ein grüner Nachkomme ist möglich, wenn beide Eltern ein g abgeben können. Bei GG × gg darf also kein grüner Nachkomme herauskommen.