Zirkelschlag

Arbeitsblätter / Themen A–Z / Biologie

Blut & Immunsystem

Biologie · Klasse 8–9 · 6 Blätter · 75 Aufgaben
LehrplanHessen: Funktionsteilung im Organismus · bis Ende Jg. 9/10

Alles, was man braucht, um Blut, Abwehr und Blutgruppen zu verstehen.

Worum es geht

Blut besteht zu etwa 55 % aus flüssigem Blutplasma und zu etwa 45 % aus Zellen. Die weißen Blutkörperchen wehren Krankheitserreger ab. Die erste Barriere sind Haut und Schleimhäute. Dringen Erreger ein, greifen zuerst Fresszellen an; sie wirken gegen alles gleich (unspezifische Abwehr). Danach folgt die spezifische Abwehr: B-Lymphozyten werden zu Plasmazellen und bilden Antikörper, die genau zu einem Antigen passen. T-Killerzellen töten befallene Körperzellen. Gedächtniszellen bleiben oft jahrelang erhalten. Deshalb verläuft die Abwehr beim zweiten Kontakt schneller.

Die Bestandteile und Begriffe

BegriffAufgabe oder BedeutungMerkhilfe
rote Blutkörperchentransportieren Sauerstoff mit dem Hämoglobinhäufigste Blutzellen
weiße Blutkörperchenwehren Krankheitserreger abgrößte Blutzellen
Blutplättchensorgen für die Blutgerinnungkleinste Bestandteile
Blutplasmatransportiert gelöste Stoffe und Wärmehellgelbe Flüssigkeit
aktive Impfungabgeschwächte Erreger oder Teile davon; der Körper bildet selbst Antikörper und GedächtniszellenSchutz baut sich langsam auf und hält lange
passive Impfungfertige Antikörper werden gespritztwirkt sofort, hält kurz
Antibiotikawirken gegen Bakterien, nicht gegen VirenViren haben keinen eigenen Stoffwechsel

Beispiel, Schritt für Schritt

Blutgruppen: Auf den roten Blutkörperchen sitzen Antigene (A, B, beide oder keines). Im Plasma liegen Antikörper gegen das Antigen, das man nicht hat. Blutgruppe 0 hat also Anti-A und Anti-B, Blutgruppe AB keines von beiden.
Aufgabe: Ein Patient mit Blutgruppe A soll rote Blutkörperchen der Blutgruppe AB erhalten. Ist das verträglich?
SchrittÜberlegungWarum
1 · Antikörper des EmpfängersBlutgruppe A hat Anti-B im Plasmaman bildet Antikörper gegen das fehlende Antigen
2 · Antigene der SpenderzellenAB trägt Antigen A und Antigen Bes zählen nur die gespendeten Zellen
3 · Passen sie zusammen?Anti-B trifft auf Antigen BAntikörper und Antigen passen wie Schlüssel und Schloss
4 · Ergebnisnicht verträglich: die Spenderzellen verklumpendiese Verklumpung heißt Agglutination

Der typische Fehler

„Gegen eine Grippe oder Erkältung hilft ein Antibiotikum.“ Das wirkt richtig, weil Antibiotika als Mittel gegen Infektionen bekannt sind und man sich nach einigen Tagen ohnehin besser fühlt. Antibiotika greifen aber Strukturen an, die nur Bakterien haben, etwa ihre Zellwand. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel und vermehren sich in unseren Zellen. Gesund macht dann das eigene Immunsystem. Unnötige Antibiotika fördern resistente Bakterien.

So prüfst du dein Ergebnis

Die Frage an jede Spende: Trägt die Spenderzelle ein Antigen, das der Empfänger selbst nicht hat? Dann besitzt er Antikörper dagegen, und die Spende ist unverträglich. Zur Kontrolle: Blutgruppe 0 verträgt nur 0, Blutgruppe AB verträgt im AB0-System alle.